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Vorbesprechung zum Friedensgebet im Haus der Evangelischen Kirche

3.11.2026

Vertreter der beteiligten Religionsgemeinschaften trafen sich am Mittwoch im Kreiskirchenamt, um das Friedensgebet vorzubereiten (Foto: Salzmann)

Von Monika Salzmann

 

LÜDENSCHEID + Jahr für Jahr ermutigt das Friedensgebet des Interreligiösen Forums Menschen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften, sich zu begegnen und gemeinsam für das friedliche Miteinander in der Stadtgesellschaft zu beten. In diesem Jahr stellt das Friedensgebet, das am Freitag, 20. November, ab 17 Uhr im Ratssaal stattfindet, das Thema Begegnung in den Mittelpunkt. „Vielfalt leben – einander verstehen“ lautet das Motto, unter dem die diesjährige Aktion steht. Vertreter aller beteiligten Religionsgemeinschaften trafen sich am Mittwoch im Haus der Evangelischen Kirche, um die kostenfreie Veranstaltung, die für alle Interessierten offen ist, vorzubereiten.

Manuela Behle und Stefan Schick zeichnen als Sprecher des Interreligiösen Forums für die Ausrichtung der Veranstaltung verantwortlich (Foto: Salzmann)

Unter Federführung von Manuela Behle und Stefan Schick vom Evangelischen Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg, den beiden Sprechern des Interreligiösen Forums, planten Vertreter der Aleviten, des Marokkanischen Kulturvereins am Hagedornskamp, der Ditib- und der Ahmadiyya-Gemeinde, der Baha’i Gemeinschaft und des Evangelischen Kirchenkreises den Ablauf der Veranstaltung, die mit einer besonderen Begrüßungszeremonie nach englischem Vorbild starten soll. Am Treffen nahm ebenfalls Tadi Ortolf, Schulleiterin der Tinsberger Grundschule, teil. Der Kinderchor der Schule wird das Friedensgebet am 20. November musikalisch begleiten. Mit im Boot ist dann auch die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Bürgermeister Sebastian Wagemeyer wird ein Grußwort sprechen.

 

Mit dem Motto der diesjährigen Veranstaltung reagiert das Interreligiöse Forum auf eine Langzeitstudie der R + V Versicherungen mit dem Titel „Die Ängste der Deutschen“, bei der die Angst vor steigenden Kosten und zu wenig Verdienst an erster Stelle steht. „In der Studie werden zudem verschiedene Ängste durch den Zuzug von Menschen nach Deutschland beschrieben – durch Migration oder Flucht“, erklärt Stefan Schick. „Eine Sorge, die 75 Prozent der Befragten äußerten, ist die Angst vor einer Spaltung in der Gesellschaft zwischen Menschen mit Migration und ohne Migration.“ Vor diesem Hintergrund soll das Friedensgebet Begegnung ermöglichen und Barrieren abbauen. Überdies sollen die Schriften und Traditionen der Religionen Menschen ermutigen, Unterschiede zu respektieren und aufeinander zuzugehen. Wie immer ist ein gemütlicher Ausklang der Veranstaltung mit einem Imbiss geplant. Nähere Informationen zur Veranstaltung gehen aus der Homepage des Interreligiösen Forums hervor.

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